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Bernd Sabrantke ist neuer Trainer
Zum Ende der letzten Saison machte sich die Handballsparte des VFL Stade Gedanken über den Herrenhandball und seine Zukunft. In den Neunzigern spielte man schließlich noch Verbandsligahandball und war Konkurrenz zu Horneburg und Beckdorf. Heute stieg die 1. Herren aus der Kreisliga ab. So fasste man den Entschluss einen Neuaufbau zu starten. Man überlegte welche Ziele man realisieren könnte und welche Ressourcen man hatte. So wurde auf die 2.Herren geschaut. Diese wurde mit den jüngeren Spielern aus der 1. und 3. sowie ehemaligen Jugendspielern verstärkt. Einige ältere überlegten sich, dass sie auch nochmal angreifen wollten und so entstand ein Spielerkader von 16 Spielern. Nun sollte noch ein Trainer gefunden werden und man kam auf mich.

Zur Person: Bernd Sabrantke, 43 Jahre alt, Vater einer Tochter, bei der „Kripo“ in Stade zuständig für Jugendkriminalität. Ur-Stader. Handballer beim TSV Wiepenkathen und TUS Güldenstern. Als Trainer tätig beim TSV Wiepenkathen, Dollerner SC, SV Hagen, HSG BÜ/DRO, VFL Horneburg

Offenbar hält mich mich für den richtigen für den Job und wir einigten uns schnell. Seit Anfang Juni trainieren wir nun zusammen. 10-14 Spieler bei den ersten Trainingseinheiten und alle motiviert. Alle dachten zwei Tage nach dem Training an mich!! Wir werden sehen was wir erreichen…


Ziel im letzten Jahr verfehlt
Das Fazit der zurückliegenden Saison kann nur lauten: Ziel weit verfehlt / sportlicher Abstieg in die 1 Kreisklasse / Auf geht’s in die nächste Serie!!!

Damit hatte in der Mannschaft wohl niemand gerechnet. Mit 9:33 Punkten wurde die Punktspielserie in der Kreisliga mit der Roten Laterne, sprich dem letzten Tabellenplatz, beendet. Die Mannschaft startete in gleicher Besetzung als in der vorherigen Saison und ein gesicherter Mittelplatz war das angestrebte Saisonziel. Da nur 8 Mannschaften in der Kreisliga gemeldet waren kam es mal wieder zu einer sogenannten „Dreierrunde“. Dieser Spielmodus ist sicherlich umstritten, einerseits sind 21 Matches in der Saison gut zu bewerkstelligen, andererseits ist es natürlich langweilig dreimal gegen den gleichen Gegner zu spielen.
Aber dies ist allemal nicht die Ursache für das schlechte Abschneiden der Mannschaft. Das Auslassen klarster Torchancen brachte die Mannschaft mehrfach unnötig auf die Verliererstraße und erschwerend kamen dann noch diverse langwährige Verletzungen von Leistungsträgern. Die Mannschaft war mit 431 erzielten Toren (20er Schnitt) ebenfalls Schlusslicht, da nutzte auch die relativ gute Quote der eingefangenen Tore reichlich wenig.
Der Start in die neue Saison verlief erfolgsversprechend. Gegen Fredenbeck 4, wo es in den letzten Jahren meistens Niederlagen gab, wurde mit 15:9 Toren gewonnen. Als dann im 2. Match auch noch die Auswärtspartie mit 20:19 gg. Fredenbeck 5 gewonnen wurde schien alles für eine erfolgreiche Saison zu sprechen.
Die erste Niederlage setzte es dann in Horneburg. Die Partie ging zwar lediglich mit 19:21 verloren, doch dies lag mehr an den Horneburgern, die nach klarer Führung ab der 50 Spielminute einen Gang zurückschalteten.
Im Heimspiel gg. die junge Truppe von TUS Zeven 1 kam es zu einem „offenen Schlagabtausch“. Die Partie wog hin und her, mal führte Stade mal Zeven und man trennte sich dann letztendlich Unentschieden 32:32. Sowohl 32 geworfene Tore auf Stader Seite „ein Novum“, allerdings die gleiche Anzahl an eingefangenen Toren hatte ebenfalls Seltenheitscharakter.
Bis zu diesem Zeitpunkt, bei einem Punktestand von 5:3 war eigentlich alles im grünen Bereich. Doch in den nachfolgenden 5 Punktspielen gab es ausnahmslos Niederlagen. Gegen Beckdorf 3 wurde das Heimspiel trotz ansprechender Leistung mit 20:23 verloren. Auch das Ortsderby gegen den SSV Hagen ging nach desolater Leistung in Halbzeit eins (8:13) mit 21:22 verloren. Gegen die junge Mannschaft von Bützfleth/Drochtersen konnten wir die Partie bis 5 Minuten vor Schluss offen halten. Dank einer doppelten Überzahl setzte sich der Gegner ab und gewann verdient mit 22:18 Toren.Die Auswärtspartie bei Fredenbeck 4 verloren wir unglückglück mit 23:24.

Das Neue Jahr startete so wie das alte Jahr endete. Gegen Fredenbeck 5 setzte es eine verdiente Niederlage mit 25:30 Toren.
Jetzt war Holland in Not…Tabellenvorletzter mit 5:13 Punkten….
Doch es wurde nicht besser. Wir konnten zwar noch zwei Spiele gewinnen, doch am Ende standen wir mit 9:33 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz.

Als positives Fazit dieser verkorksten Saison bleibt noch anzumerken…..obwohl die Nerven gerade in der Rückserie teilweise blank lagen war die Trainingsbeteiligung immer noch auf einem hohen Niveau und auch die Stimmung innerhalb der Mannschaft kippte nicht ins „Negative“.